Urologie

Die Urologie ist die Lehre von den Krankheiten der harnbildenden und harnableitenden Organen bei Frauen, Männern und Kindern.
Wir behandeln Erkrankungen der Nieren, der Harnleiter, der Harnblase, der Harnröhre und der männlichen Genitalorgane (Prostata, Samenblasen, Samenleiter, Penis,  Hoden und Nebenhoden).

Die Urologie hat sich ehemals als Fachgebiet aus der der Chirurgie entwickelt. Den ersten universitären Lehrstuhl für Urologie gab es 1890 in Paris,  in Deutschland mit Prof. Maximilian Nitze  in Berlin 1900. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) besteht seit 1906. Die Facharztbezeichnung für Urologie gibt es in Deutschland seit 1924.

Die häufig gestellte Frage der Patienten “wie sich die Urologen denn von den Nephrologen unterscheiden”  beantwortet sich mit einer einfachen etwas plakativen Beschreibung:  “Die Urologen sind die Installateure des Harntraktsystems und des männlichen Genitaltraktes, die Nephrologen sind die Regelungstechniker und kümmern sich als internistische Fachdisziplin u.a. im Wesentlichen um die Nieren(-entgiftungs)funktion. ”

Bedingt durch die in den letzten Jahrzehnten zunehmende Spezialisierung hat auch ein kleines Fach wie der Urologie zunehmend weitere Unterpezialitäten entwickelt.

Hierzu gehören neben der sogenanten Allgemeinen Urologie:

  •  Kinderurologie (u.a. Fehlbildungen, Inkontinenz, nächtliches Einnässen)
  •  Neurourologie (Blasenentleerungs- und Speicherstörungen durch neurologsiche Erkrankungen, Rückenmarksverletzungen etc.)
  •  Gynäkologische Urologie (Inkontinenzproblematik bei der Frau, urologische Problematiken nach Voroperationen und Tumoren)
  •  Uroonkologie (Therapie urologischer Tumore)
  •  Andrologie (“Männerheilkunde”, Potenzstörungen, Fertilitätsstörungen einschließlich genetischer Beratung)
  •  Palliativmedizin ( alle Aspekte berücksichtigende, untertsützende schmerzlindernde Betreuung und Behandlung von nicht heilbaren Patienten)

Alle o.g. urologischen Teilaspekte werden im Rahmen der ambulanten Betreuung durch unsere Praxis bis hin zu allen verfügbaren spezialisierten Zusatzbezeichnungen der Ärztekammer umgesetzt. ( siehe auch Vita zu den Ärzten)

Als allgemeine Methoden in der Gesamtheit der urologischen Versorgung durch niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser bestehen  folgende Verfahren:

  • Schnittoperationen
  • plastisch-urologische Operationen
  • Endourologische Verfahren ( alle Formen der “Spiegelungstechnik)
  • ESWL ( “Steinzertrümmerung”)
  • Minimal invasive Chirurgie (MIC)
  • Robotor (assitierte) Chirurgie
  • Medikamntöse Tumortherapie (Hormon -und Chemotherapie; Antikörper-/ Immuntherapie; Gentherapie)

Bundesweit gibt es ca. 4600 Urologen, davon ungefähr 1800 an Krankenhäusern tätige und 2800 niedergelasseUrologen

Wir sind als Urologen fachlich in der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) und berufspolitisch im Bund Deutscher Urologen (BDU) organisiert.